Studio-Philosophie

Musik war für mich nie nur Rhythmus. Schon seit meinen ersten Momenten am Schlagzeug, lange bevor Technik, Noten oder Begriffe eine Rolle spielten, war da immer mehr: Beim Spielen entstand in meinem Kopf ein inneres Orchester, das mitspielte. Stimmen, Flächen, Dynamik, Spannung. Dieses innere musikalische Bild begleitet mich bis heute.

Bereits 1995 begann mein musikalischer Weg mit Schlagzeugunterricht bei Martin Isenegger, der mir früh zeigte, dass Technik nur dann Sinn ergibt, wenn sie der Musik dient. Es ging nicht nur darum, richtig zu spielen, sondern darum, zuzuhören, zu verstehen und Teil eines Ganzen zu werden.

Später durfte ich diese Haltung bei Eric Rütsche weiter vertiefen, mit Offenheit für unterschiedliche Stile, musikalische Freiheit und das Zusammenspiel jenseits von starren Formen.

Mein Weg führte mich dabei auch bewusst ausserhalb der reinen Musik: durch technische Ausbildungen, analytisches Denken und die Auseinandersetzung mit Klang auf struktureller Ebene. Gerade dieser Wechsel zwischen Gefühl und Technik hat mein Verständnis von Musik geprägt.

Im Studio bedeutet das: Ich höre nicht nur Spuren, sondern Geschichten. Ich höre, was Musik sagen will, bevor sie laut wird. Jede Produktion beginnt mit dem Versuch, dieses innere Bild ernst zu nehmen und in Klang zu übersetzen, behutsam, respektvoll und ohne vorgefertigte Lösungen.

Captain Records ist ein Ort, an dem Musik Raum bekommt. Wo Technik unterstützt, aber nicht dominiert. Wo sich Künstlerinnen, Künstler und Projekte verstanden fühlen dürfen und wo Klang entstehen darf, der bleibt.